Georg Bernsteiner

„Gekkou“

26.09. bis 31.10.2009

Georg Bernsteiner, Broken Harp, Kohle auf Papier, 2008, 48,5 x 63,5 cm

Georg Bernsteiner, Broken Harp, Kohle auf Papier, 2008, 48,5 x 63,5 cm

Das offene Weiß der Fläche einer Zeichnung hält das immer noch Mögliche bereit. Georg Bernsteiner hat darauf seine Spuren hinterlassen. Sie muten an wie Gleichnisse eines biochemischen Prozesses: Die Welt diffundiert durch das Auge des Künstlers in Richtung Hand, und diese hinterlässt mittels Grafit oder Kohle Spuren auf dem Blatt. Das geschieht nicht nur in Form von Linien, sondern auch in Form kompakter Gestalten, die sich aus dem Schatten heraus generieren: Wir erfahren Licht dort, wo wir es am wenigsten vermuten: im tiefen Schwarz der Kohle. Die Materie verschmilzt mit seinem Malgrund zu einer Legierung, einer Art Amalgam. In diese Richtung zielt auch der Titel „Gekkou“ (japanisch) „Mondlicht“. Nicht die Helle des Tages, sondern das Licht aus dem Dunkel baut die Elemente auf. Sie finden ihren Ursprung und ihre Verankerung in dem, was Bernsteiner umgibt, beziehungsweise womit er sich umgibt. Viele der gezeigten Arbeiten sind in den USA entstanden. Die Spuren des Gesehenen und Erlebten bannt die Hand nicht als ein „Double der Realität“ (Gottfried Boehm), sondern formt sie als eigenständige Schöpfung. Der Zeichner legt die Fährten für den Betrachter aus. Unser Sinn für das Unbestimmte Bestimmte ist gefragt, um ihnen zu folgen.

Im Rahmen der Ausstellung wird zudem das neue Katalogbuch „Georg Bernsteiner Zeichnungen II“ präsentiert, das einen Überblick über die zwischen 2003 und 2008 entstandenen Arbeiten gibt. Der 1969  im Pinzgau geborene Georg Bernsteiner studierte von 1989 bis 1994 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer. Seit den neunziger Jahren erhielt er verschiedene Stipendien, darunter im Jahr 1999 das Paris-Stipendium der Salzburger Landesregierung und das Japan-Stipendium des Österreichischen Bundeskanzleramtes.

Der 1969  im Pinzgau geborene Georg Bernsteiner studierte von 1989 bis 1994 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Arnulf Rainer. Seit den neunziger Jahren erhielt er verschiedene Stipendien, darunter im Jahr 1999 das Paris-Stipendium der Salzburger Landesregierung und das Japan-Stipendium des Österreichischen Bundeskanzleramtes.

 

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