Rudolf Wachter
Rupprecht Geiger
Armando


22.11. bis 19.12.2009

Georg Bernsteiner, Broken Harp, Kohle auf Papier, 2008, 48,5 x 63,5 cm

Armando, Ohne Titel, Bleistift auf Papier, 1984, 18 x 13 cm

Im Zentrum der Herbstausstellung stehen neue Holzskulpturen von Rudolf Wachter. Es ist schier unfassbar, mit welcher Energie und Ausdauer Rudolf Wachter im Alter von 86 Jahren Baumstämme bearbeitet. Er hat sich dabei ein eigenes Vokabular, eine eigene Grammatik entwickelt. Die Bildsprache könnte auf den ersten Blick nicht einfacher sein: Halb- und Viertelkreise, Spiralen, Quader und Rechtecke schneidet er aus dem Baumstamm heraus, wobei der Stamm selbst fast immer erkennbar bleibt. In jedem Fall gibt das Holz die Richtung vor, in die sich die Skulptur entwickelt. Hier scheint ein Stück der Rinde auf, dort die äußerste helle Schicht des Holzes. Das frühere Wachstum wird in den Schaffensprozess mit einbezogen.

Die Verknüpfung mit Arbeiten von Armando und Rupprecht Geiger ist nachvollziehbar, wenn man sich vergegenwärtigt, dass alle drei in ihrem Medium immer auf der Suche nach der unmittelbaren Ausdruckskraft ihres Werkstoffes sind. Die Farbe in ihrer direkten Präsenz und Strahlkraft bei Geiger, bei Armando eine Strichführung, die ihre Rohheit und Sprödigkeit deutlich spürbar macht, eine Abfolge von stakkatohaften Zeichen, die nicht einer vordergründigen Ästhetik verpflichtet sind, sondern einem Sich-Selbst-Zeigen. Die Topographie einer einfachen, überschaubaren und dennoch nur schwer verständlichen Zeichensprache entsteht, bei der jedes einzelne Element offen und deutlich, ohne jedes Rätsel erscheint.

Wichtige Ausstellungen mit Werken Rudolf Wachters (geb. 1923 in Bernried/Bodensee) fanden statt im Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl, dem Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm und in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung 2003 in München.

Armando (geb. 1929 in Amsterdam) war 1982 teilnehmender Künstler auf der documenta 7 in Kassel und vertrat 1984 den Niederländischen Pavillon auf der 41. Biennale di Venezia. Unter anderem stellte er im Stedelijk Museum in Amsterdam, im Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam und in der Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden aus.

Rupprecht Geiger (geb. 1908 in München) war 1949 Mitbegründer der Künstlergruppe ZEN 49 in München. Er stellte mehrfach auf der documenta in Kassel aus. Das Lenbachhaus in München widmete ihm 2007/08 eine große Retrospektive.

 

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