Herbert Peters

Torso

21. Januar bis 26. Februar 2010

Kleiner Steintorso I (Detail), Quarzit, 2004, 29,5 x 25,5 x 9,5 cm

Bereits ab 1961 widmet sich der 1925 in Ragnit, Ostpreußen, geborene Herbert Peters der bildnerischen Gestaltung des Torsos. Dieser Themenkomplex wird Zeit seines Lebens eine zentrale Rolle im Werk des Künstlers bilden. Der Torso, das Fragment, wird für Peters zum perfekten bildhauerischen Gegenstand, der jenseits von Ikonografie und Individualität trotzdem am menschlichen Körper als dem entscheidenden Maßstab nicht nur festhält, sondern ihn bestärkt.

Peters verwendet dafür die unterschiedlichsten Materialien. Die Palette reicht vom klassischen Bronzeguss über bearbeiteten, bemalten, mit Papier überzogenem Gips und Zementguss bis hin zum Torso in Sandstein.

Wie Anselm Riedl schreibt, behandelt Peters sein Material auf eine Weise, „die so etwas wie eine Gegenwehr des Materials provoziert...“. (Werkverzeichnis Band I, S.15) und weiter: „die Außenhaut, im Ganzen kohärent, ist durchsetzt von Stellen, die als Signa des Modellierprozesses und zugleich als Zeichen der Verwundbarkeit gedeutet werden können.“ (ebenda)

Ausstellungen und Preise:
Günther Franke, München, 1965, 1971, 1975
Galerie Biedermann, München, 1987, 1993, 2004
Galerie Ohse, Bremen, 1979, 1987, 1995
Lovis Corinth Preis, 1999
Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg, 2005
Lothar Fischer Museum, Neumarkt, 2009

Es befinden sich zahlreiche Werke von Herbert Peters im öffentlichen Raum, unter anderen der Gedenkstein für die 1938 zerstörte Hauptsynagoge an der Maxburgstraße in München.

 

 

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