Karl Schleinkofer
(geb. 1951)

Zeichnungen, ein Überblick

17. Februar bis 17. März 2012

Ohne Titel, Pastellkreide auf Papier, 2010, 68 x 52 cm

 

Versucht man sich den Arbeiten von Karl Schleinkofer beschreibend zu nähern, entsteht geradezu eine Kluft zwischen der Einfachheit der zeichnerischen Mittel und den komplexen, immer wieder überraschenden, höchst differenzierten bildlichen Ergebnissen. Unzählige, meist parallel geführte Striche setzt er unnachgiebig neben- und übereinander, wobei die Impulsivität der Hand immer wieder zu Abweichungen führt. Linien verdichten sich, rhythmisieren den Bildraum. Sie bilden schließlich eine Art Epidermis, die je nach Malmittel eine schillernde (Graphitstift) oder fettige (Pastellkreide), in jedem Fall aber stark belebte Oberfläche erzeugen. Schleinkofer gelingt in seiner Arbeit das Paradoxon, das Schwarz zum Leuchten zu bringen. Er kehrt die traditionelle Funktion dieser Farbe um. Wenn er weiße Pastellkreiden benutzt, bedient er sich im Prinzip desselben Verfahrens nur mit entgegengesetztem Vorzeichen. Weiß als das Aufhebende, Lichte konkretisiert sich als Linie.

Angefüllt und erfüllt sind die Arbeiten mit dem Thema der Verflechtung, der Überblendung, der Komplexität einer inneren Schau. Sie eröffnen den Blick auf eine Welt, in der andere Gesetzte herrschen. Einfache, ästhetische Kausalitäten greifen nicht. Schleinkofer hebt diese andere Welt in unser Hier und Jetzt. Sie wirkt vertraut.

 

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