Eduardo Paolozzi
(1924–2005)

inspirations

Bronzen, Gipse, Zeichnungen, Druckgrafik und Fotokopien

6. Februar bis 7. März 2015

Blick in die Ausstellung
THE NEEDS OF THE GROUP, 1984, Tusche auf Papier, 42 x 29,7 cm Text groß

Als technikbegeisterten Konstrukteur eines Maschinenmenschen könnte man Eduardo Paolozzi bezeichnen, aber ebenso als Kartografen des Chaos’, der jeder noch so kleinen optischen Verästelung folgt, nur um wieder weitere Fraktale zu finden. Das ist auch der Ansatz der Ausstellung »inspirations«, die Bronzen, Gipse, Zeichnungen, Druckgrafik und Fotokopien des 1924 in Edinburgh geborenen und 2005 in London verstorbenen Künstlers vereint.

Paolozzi findet ungewöhnliche bildliche Metaphern einer Mechanik der Natur des Menschen. Aber auch die politische und soziale Komponente kommt, wie bei dem Manifest dieser Einladung, deutlich zum Tragen.

Den Grundstock der Schau bildet ein großes Konvolut an Anschauungsmaterial, welches Paolozzi als Professor der Akademie der Bildenden Künste in München zwischen 1981 und 1989 seinem Assistenten Andreas von Weizsäcker (1956–2008) – später ebenfalls Professor an der Münchner Akademie – Stück für Stück überlassen hat: Eine nicht zu durchdringende Flut von Bauplänen für Kinderspielzeug, schematischen Zeichnungen für den Biologieunterricht, vor allem nach dem Vorbild des Schriftstellers und Arztes Fritz Kahn (1888 – 1968), Muster, Transparentfolien mit Aufdrucken, durchgepauste Details von Strukturen, glänzende, matte Oberflächen, Fotos, kopierte Collagen und, und, und: Ein Überblick ist nicht nur nicht möglich, sondern gar nicht erwünscht.

Dennoch bin ich mir sicher, dass die Ausstellung ihre ganz eigene und nur durch die künstlerische Vision von Paolozzi getragene Anmutung haben wird. Neben herausragenden und auch (leider) teuren Exponaten sollen eine Vielzahl von »Materialien« – im wahrsten Sinne des Wortes – für kleine und kleinste Beträge wieder ihren Weg hinaus in die Welt antreten und in ihrer Multivalenz andernorts für Inspiration(-en) sorgen.

Sir Eduardo Paolozzi, seit 1979 Mitglied der Royal Academy of Arts, war viermal auf der documenta vertreten (1959, 1964, 1968 und 1977) und gestaltete den Biennale-Pavillion 1960. Die Dean Gallery Scotland beherbergt seit 1999 einen Großteil seines Werkes inklusive eine Nachbildung seines Ateliers. Zahlreiche Aufträge in ganz Europa unterstreichen seine internationale Bedeutung.

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