Edouard Vuillard
(1868–1940)

Zeichnungen und Pastelle

06.02. – 28.02.2009

Katharina Daxenberger, Flügel, Acryl auf Karton, je 6 x 6 cm, 2008

Lampe à alcool, Bleistift auf Papier, um 1909, 17,5 x 10 cm

Die Zeichnungen und Pastelle von Edouard Vuillard nach 1900 mit ihren alltäglichen Motiven aus dem direkten Lebensumfeld des Künstlers muten heute an wie Relikte einer vergangenen Zeit. Der Platz vor der eigenen Wohnung („Place Vintimille“), Innenräume und deren Einrichtungsgegenstände („Lampe à alcool“) oder engste Freunde („Madame Hessel à l’écharpe bleue“) sind Themen, die ihn zeitlebens beschäftigt haben.

Geboren am 11. November 1868 in Cuiseaux (Saône-et-Loire) wird Vuillard in den 1890er Jahren zu einem wichtigen Mitglied der Künstlergruppe Nabis, zu der auch Pierre Bonnard und Maurice Denis gehören. Um 1900 beginnt sich sein Zeichenstil zunehmend zu lockern. Es gibt zahlreiche Beispiele, „in denen der ‚Gegenstand’ des Motivs im krausen, scheinbar wirr-regellosen Strichgefüge bis zum äußersten entleert, ja aufgelöst erscheint. Die Bewegung der zeichnenden Hand vermag alle Details in eine ‚übergeordnete’ Fülle zu integrieren, aus der sich kein Strich verselbständigen kann. Lesbarkeit und enigmatische ‚Verpuppung’ sind wie die zwei Seiten einer Medaille untrennbar aneinander gebunden“.

(Michael Semff, in: Edouard Vuillard. Les tasses noires. Arbeiten auf Papier (1903-1928), Ausstellungskatalog Graphische Sammlung München / Kunsthalle Hamburg 2002, S. 17)

 

   

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